Meine Hose Hazel

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…der Plan eine Hose/ Jeans zu nähen steht eigentlich schon sehr lange.

Doch kennt Ihr das Gefühl, dass Ihr denkt: Puh, das ist viel zu kompliziert, dauert zu lange und nachher passt das Teil sowieso nicht?

Den passenden Probestoff hat man ja auch meist nicht gerade herumliegen, um einen Schnitt einfach mal zu „testen“…

Ich habe vor ungefähr 6 Wochen (nach der Podcast-Aufzeichnung mit EllePuls) entschieden meine Komfortzone zu verlassen! Ich wollte eine Hose nähen! 

Die Frage nach dem passenden Schnitt hat sich quasi sofort beantwortet, da ich Dani von #prülla bereits lange auf Instagram folge und mir der Schnitt  der Hose „Hazel“ sehr zusagt. So: ❌ Schnittfrage erledigt✔️

Knopflöcher nähen: easy! (hatte immer großen Respekt davor)

Dann noch die Frage nach dem Stoff…

In ihren Blogbeiträgen hat sie oft auf ein Überraschungspaket mit Jeansstoffen von #aktivstoffe verwiesen. Ich bestelle dort bereits seit geraumer Zeit Einlage für meine wasserundurchlässigen Kinder-Halstücher. Also habe ich bei meiner anstehenden Bestellung einfach mal ein solches Überraschungspaket mit bestellt und gehofft, dass etwas passendes dabei ist.

Was soll ich sagen?! Es kam ein riesiges Paket mit über 10m Jeansstoff. Darunter sind drei Stoffe, die von der Länge für mein Hosen-Projekt in Frage kommen. (über 2m am Stück)

Für das Probestück habe ich mich für den lachs-orangefarbenen Slubjeansstoff entschieden. Er ist vermutlich mit einem kleinen Elasthananteil versetzt, da er etwas dehnbar ist. Das habe ich für sehr praktisch empfunden, da ich Angst hatte, die Hose könnte zu eng sein (so hätte sie die Chance etwas nachzugeben 😉)

Den Schnitt habe ich wie immer in A0 plotten lassen und auf Bauplane aus dem örtlichen Baumarkt übertragen. Zack, auf den gewaschenen Stoff gelegt und einfach drauflos gearbeitet.

Ich war ganz erstaunt, wie schnell es eigentlich geht!

Das Verzieren der Taschen und die kleinen Details haben mich dann wirklich sogar begeistert! Ich bin eigentlich nicht der Typ für „Tüddelkram“ und alles was Zeit frisst. Doch hier, sogar für meine Probehose, habe ich es fast schon genossen abzusteppen etc.!

Die Farbe… Ja nun, ich bin ehrlich. Während des Nähens habe ich mich fast schon ein Bisschen daran gewöhnt und es tat schon gar nicht mehr so weh in den Augen ;-)… Aber der Gedanke der mich stets begleitete: Wenn die Hose tatsächlich passen sollte, kann ich sie ja immer noch einfärben! 

Allerdings musste ich ja erstmal bis zur Anprobe kommen!! Und ich war wirklich soooo motiviert! Als es soweit war, schlüpfte ich in die Hose ohne Bund und musste nur minimale Änderungen vornehmen. Mein Hohlkreuz benötigte etwas Anpassung (also mehr die Hose nicht mein Kreuz) und das gerade Bein habe ich auch noch etwas am Oberschenkel verschmälert. Ich möchte ja keine „Schlabberhose“ haben…

Der Bund wellt sich bereits beim Annähen…

Das hat alles erstaunlich gut geklappt, sodass ich dann den Bund angenäht habe! Und tadaaa: mein erster großer Fehler!!! Ich habe ihn FALSCH herum angenäht und es erst NACH dem Absteppen wirklich gemerkt!!! Ich Depp habe mich während des Nähens noch gefragt, weshalb er wohl so Wellen schlägt?! Habe es aber auf meinen supersuper Dreifachstich und den Nähfußdruck geschoben und hoffte das Problem mit ordentlich Dampf lösen zu können…

Tja, dumm gelaufen! DAS hätte keine Dampflok der Welt ausdampfen können. Somit hieß es: auftrennen und neu!! Ja, ich habe bei der Probehose alles ab und wieder neu gemacht. Zum Glück war noch genug Stoff übrig und ich musste nicht alle Teile recyceln. 

Als dann endlich der Bund fertig war und nun auch passte und (für mich) gut aussah, folgten noch die Knöpfe.

Jeans-Knöpfe einsetzen ist ganz einfach!

Erstaunlich, was es alles gibt! Jeansknöpfe könnte ich ab jetzt überall befestigen. Zack, hübsch ;-)… (Ich verwende hierzu die Vario-Zange von Prym)

Doch sollte man auch darauf achten, dass alle die gleiche Richtung vom Muster haben!!! (hmmm… mache ich dann beim nächsten Mal)

Und nun ging es an die Gürtelschlaufen und die nächste Spielerei begann. Durch meinen gemütlichen Popo rutschen Hosen beim Sitzen gerne etwas tiefer.. Das mag ich natürlich nicht und habe hier nun auch schon meine Änderung für die nächste Hose notiert: etwas mehr Stoff nach oben im Rücken :-/ )

Gekreuzte Schlaufen für extra Halt

Aber ich habe genau an dieser für mich kritischen Stelle genug Schlaufen angebracht, dass sie die Hose mit Hilfe des Gürtels auch im Sitzen dort halten können, wo sie hingehört!

Diese Stelle wird vermutlich nie jemand sehen, aber ich weiß dann wenigstens, dass es unter dem Pulli da sitzt wo es soll.

Nun zur Passform und der nötigen Anpassung: Ich liebe Hosen mit geradem Bein. Es darf sehr gerne auch eher etwas enger bis zum Knie verlaufen und dann als „Bootcut-Style“ wieder etwas weiter werden. Das Hosenschnittmuster enthält zwei Beinvarianten °Schlag und °gerade. Wie bereits erwähnt habe ich mich für die gerade Version entschieden. Die Größenauswahl war recht einfach, da ich alle angegeben Maße kontrolliert habe und mich dann aufgrund von Zwischengrößen für die kleiner entschieden habe. Genäht habe ich Gr. 40. 

Ich musste lediglich im Rücken die Abnäher verbreitern und an den Oberschenkeln etwas Weite herausnehmen. Diese Anpassungen waren für mich als Hosenneuling aber einfach umzusetzen, da sie nicht den Schnitt an sich veränderten. 

Mein Fazit:

Ich bin begeistert von Schnitt, Passform, bebilderter Anleitung, Umsetzbarkeit und Aufwand der Hose! Ich werde ganz sicher noch die ein oder ander Hazel nähen, habe mich aber auch schon nach anderen Schnitten umgesehen! 

Auf meiner „To-Sew-Liste“ stehen nun auch noch: die Jeans von The Couture und die Birken Flares von baste & gather nach der Übersetzung von Näh-connection.

Ich. bin gespannt, ob es sich tatsächlich für mich rentiert Jeans zu nähen. 

Habt Ihr schon Hosen oder Jeans genäht? Welche Schnitte könnt Ihr mir noch empfehlen? Ich freue mich auf Inspirationen und wünsche Euch ganz viel Gesundheit im beginnenden Herbst….

Eure Virginia

Im Kinderzimmer gibt’s nen Spiegel 😉

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