eine Mini-Chobe für den Mann

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Mein Mann brauchte eine Tasche! 

Markus kam zu mir und meinte, er bräuchte dringend eine Tasche, damit  das Handy und Portemonnaie nicht mehr die Jeans ausbeulen.

…aber bitte nicht zu groß, er sei ja schließlich keine Frau!! Er wollte eine Herrentasche. Hmm.

Meine Antwort: Kauf Dir doch eine!! (wenn ich Dir eine nähe, gefällt sie Dir eh nicht und die Arbeit war für die Katz)

Da kam mir die Idee von EllePuls` „Chobe“ * -Schnitt. Ich zeigte ihm das Schnittmuster und sagte ihm, dass ich sogar seine super-zerfetzte Lieblingsjeans zu neuem Leben erwecken könnte ;-)…


Der Plan stand und ich musste nur noch die Materialien besorgen.

Zum Glück haben wir hier im wunderschönen Leer einen unglaublich gut ausgestatteten Stoffladen, der nebst Stoffen auch eine riesige Auswahl an Zubehör anbietet.

Den Schnitt habe ich um einiges verkleinert ausgedruckt.

Ich habe Reißverschlüsse, Karabiner, D-Ringe, Gurtband, Korkstoff, Vlieseline etc. besorgt. Das Leder habe ich noch aus einer riesigen Restekiste zu Hause.  Die alte Lieblingsjeans habe ich soweit zertrennt, bis ich alle Teile, die ich verarbeiten wollte einzeln hatte.

Nachdem alles besorgt war, habe ich die Taschenteile nach Anleitung zugeschnitten. Lediglich eine Taschenklappe als zusätzliche „Eingriffsicherung“ habe ich eingefügt. Mein Mann geht gerne auf „Nummer sicher“. (demnächst brauche ich noch Carbon-Gurtband oder ähnliches) …

Was ich nicht wirklich bedacht habe: Metallzipper gleiten nicht wirklich gut und sind etwas schwergängig. Aber nun ja, das Wenden hat nach einigem Gefummel bei der Größe trotzdem geklappt.

Ich habe eine Außentasche mit Reißverschluss und eine innen Tasche, ebenfalls mit Reißverschluss eingesetzt.  Auf der Rückseite der Tasche ist die Gesäßtasche der alten Jeans auf Korkstoff appliziert worden.

Die Vorderseite ist aus einem Hosenbein gearbeitet.

Die Korklappe lockert die Optik etwas auf und der Karabiner-Verschluss aus Messing wirkt etwas derb, was natürlich einer „Männerhandtasche“ zugutekommt .

Verschlossen wird die Tasche, wie oben bereits erwähnt, mit einem Metallzipper welcher beidseits zu öffnen ist. Hier würde ich beim nächsten Mal vermutlich auf  Kunststoffzipper ausweichen, da diese deutlich leichter zu öffnen und zu schließen sind. Und bei dieser Taschengröße tut es wohl auch ein einfacher Reißverschluss, da die zwei Zipper viel Platz der Öffnung schlucken.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der ersten Chobe*und für mich wird ganz sicher auch mindestens noch eine folgen… Allerdings dann deutlich größer, als dieses Modell!

Nach diesem Projekt wird mir wieder deutlich, dass ich dringend eine Maschine benötige, die durch mehrere Lagen Leder oder auch Gurtband ohne Probleme nähen kann. 

Meine bisherige leistet tolle Dienste und kann alles was ich brauche, aber bei zwei Lagen dickem Leder plus festem Gurtband war an so mancher Stelle Schluss!!! 

Als Empfehlung habe ich bereits die Toyota Fabriq17 genannt bekommen. Und bei dem genialen Preis-Leistungsverhältnis steht sie auch schon auf meiner Wunschliste.

Womit meistert Ihr so „schwierige“ Stellen an Projekten? Schafft das Eure Maschine?

Ich muss nun ganz dringend Stoff für das Nähcamp am Wochenende in Düsseldorf zuschneiden!!! Ich bin schon gaaaanz aufgeregt und freue mich soooo sehr!

Liebe Grüße und genießt die herbstliche Woche!!

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